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Tourenberichte

Meister Brede und Co.

 Die Crew von links: Ulrike Brede, Gerhad und Petra Meyer-Heidel, Carsten Trebing, Jennifer Brede, Joachim Meister, Lothar Werner und Stephan Brede  

 -TEIL 1- 

Die acht Kasseler Joachim Meister, Lothar Werner, Carsten Trebing, Gerhard und Petra Meyer-Heidel sowie Jennifer, Stephan und Ulrike Brede haben ein Ziel. Sie wollen die Freiheit auf zwei Rädern spüren. Der Plan: Mit dem Motorrad in einem Zeitraum von zwei Wochen quer durch Spanien fahren. Auf ihrer Tour besuchen sie Bekannte, sammeln einzigartige Eindrücke und erleben jeden Tag Schönes aber auch Kurioses.

Joachim Meister dokumentiert die Reise und schildert anschaulich alle Erlebnisse und Anekdoten...

04.09.2009

Morgens um halb elf in Kassel:
Zum gemeinsamen Aufbruch in Richtung Spanien sammelten wir uns im Landhaus Meister auf einen Kaffee und einer kleinen Stärkung, bevor es dann Richtung Hildesheim zum Autozug ging. Dort angekommen wurden recht zügig die Motorräder verladen und die Vorfreude auf die bevorstehende Tour war in allen Gesichtern der Gruppenmitglieder, anhand des breiten Grinsens leicht zu erkennen.

 Nachdem wir uns auf die Abteile im Zug verteilt hatten picknickten wir dort erst mal mit lecker Frikadellen, Schnitzel und Kartoffelsalat. Nach dem üppigen Mahl mussten wir feststellen, dass leider kein entsprechender Biervorrat vorhanden war und so siedelten wir kurzerhand ins Bistro um. Dies sollte  sich wenig später als fataler Fehler heraus stellen. Es dauerte nicht allzu lange und wir lernten drei Schweden, bzw. zwei Schweden und eine Schwedin kennen, die der Meinung waren, wir müssten unbedingt mit ihnen Jägermeister trinken. Nach ein wenig Überredungskunst willigten wir schließlich ein. Keine zwei Stunden später war auch der Vorratr an Jägermeister im Zug erschöpft. Nach diversen Musikunterbrechungen des Zugpersonals, was zur Folge hatte, dass wir selber singen mussten genemigten wir uns noch eine Mütze voll Schlaf.Um 9.45 Uhr kamen wir in Narbonne an und nahmen unsere Motorräder wieder in Empfang.

 

05.09.2009

 Von Narbonne ging es über Perpignan, wo ein kleiner Zwischenstop eingelegt wurde, nach Port-Vendres. Von dort fuhren wir dann direkt an der Küste durch die Ausläufer der Pyrenäen auf der N-260 nach Figueres. Eine Strecke, welche mit einem super Ausblick auf das Mittelmeer belohnt wird. Wenn auch die kurvenreiche Strecke dem Material alles abverlangt. Denn mein Auspuff fing an in  den Rechtskurven Funken zu sprühen. Das sah vielleicht recht eindrucksvoll aus, bereitete mir aber doch so einige Sorgen. 550 kg waren für die engen Kurven wohl doch etwas viel!

In Figueres angekommen wurden wir von unseren Bekannten Ilse und Friedhelm nach einem kurzen Poolaufenthalt mit einem einmaligen BBQ inklusive Steaks, Lamm, Würstchen und Gemüse vom Grill verwöhnt. Es wurde ein richtig gemütlicher Abend mit allem was dazu gehört.
Nach dem Essen taten die Strapazen der Zugfahrt ihre Wirkung und man merkte, dass sich allgemeine Müdigkeit breit machte. Wir zogen uns in unser Ferienhaus zurück und schliefen friedlich ein.

 

06.09.2009

Nachdem am Morgen alles wieder sicher verstaut war, gab es noch ein üppiges Frühstück bei Ilse und Friedhelm. Da sollten sich einige Hotels mal eine Scheibe von abschneiden. Frisches Gehacktes, eine große Käseauswahl, Rührei, Aufschnitt, Wurst, etc. Wohl genährt und bestimmt schon das erste Kilo zugenommen, machten wir uns auf den Weg nach Zaragoza.

 Erst ein kleines Stück Autobahn und dann auf der N-260 durch die Berge über Olot nach Ripoll, von wo es dann auf kleinen Nebenstraßen über Berga, Solsona, Ponts, Cervera nach Lleida ging. Eine wunderschöne Strecke für alle kurvenbegeisterten Motorradfahrer. Über viele Kilometer schlängelt sich die Straße durch die Berge.Ab und zu trifft man mal auf ein Bergdorf wo man glaubt, hier ist die Zeit wohl irgendwann mal stehen geblieben.

Übrigens lernten wir an diesem Tag  das Kreiselfahren. Davon abgesehen, dass es wirklich viele Kreisel in Spanien gibt, dauerte es bei dem Einen oder Anderen schon mal ein paar Ründchen bis wir die richtige Ausfahrt gefunden hatten.
Von Lleida ging es dann parallel zur Mautpflichtigen AP-7 auf der N-II Richtung Zaragoza.Wenn man sich nicht ständig vor Augen gehalten hätte, dass wir in Spanien sind, hätte man von der Landschaft her ebenso denken können, wir fahren quer durch Amerika.

In Zaragoza angekommen, war dank unseres Tourguides Stephan das Hotel schnell gefunden. Nach einer dringend notwendigen Dusche und neuen Klamotten machten wir uns auf den Weg und erforschten die Stadt.Es dauerte nicht lang und ein Pub war gefunden wo erst mal die Abendliche Essensplanung beraten wurde. Wie es sich für Spanien gehört, landeten wir an einem Tappasbuffet an dem Platz vor der großen Kathedrale...

 

07.09.2009

 Nach dem Frühstück und einer Besichtigung der Kathedrale drängte auch schon unser Tourguide auf die Weiterfahrt nach Madrid. Während andere noch packten, lief bei ihm schon der Motor.

Über die A-2 fuhren wir Richtung Madrid, was für den Fahrer direkt hinter unserem Tourguide auf Grund von wild umherfliegenden Einwegflaschen nicht immer ganz ungefährlich war. Nach diversen Zwischenstops zur Nahrungs- und Wasseraufnahme, was bei 35 C° nicht ganz unsinnig ist, durchfuhren wir eine wahre „Geisterstadt“ mit geschätzten 35 Einwohnern.

Im Angesicht der Blitze die sich links von uns in den Himmel malten und den dunklen Wolken die aufzogen, setzten wir unseren Weg zügig zum nächsten Tankstop fort. Da Carsten den kleinsten Tank hatte, gab er den Takt zum Tanken vor.

Aber einen kleinen Tipp gibt es da noch:
Wenn der Tank voll ist, dann ist er voll! Was man bei den Temperaturen nicht unterschätzen sollte. Denn ein zu gut gefüllter Tank läuft auch gerne mal über...
Krebsrot und durchgeschwitzt kamen wir in Madrid an und der Stress begann. Durch die Bewerbung der Stadt bei den Olympischen Spielen 2016 besteht diese nur noch aus Baustellen und Einbahnstraßen, was die Suche nach unserem aus Zaragoza gebuchten Hotel nicht wirklich erleichterte. Irgendwo hier in der Nähe müsste das Hotel sein, waren wir uns nach einiger Zeit einig und wir beschlossen die Motorräder abzustellen.

Jenny und Ulli suchten das Hotel zu Fuß um nicht wieder durch Einbahnstrassen viermal um den Block fahren zu müssen. Nach kurzer Zeit wurden sie schließlich fündig.

Jetzt hieß es erst einmal schön duschen und jede Menge Aftersun auftragen.Danach begaben wir uns in die Altstadt auf der Suche nach einer Cervezeria. Unser Abendbrot konnten wir vernachlässigen, da es zu jedem Bierchen ein Tappas gab und der Tisch schnell mit belegten Baquetteschnittchen voll stand...

Lesen Sie HIER Teil 2 der Tour:

...und die Sonne brennt

Meister Brede & Co.

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Lesermeinungen zu diesem Artikel

Bikerin schrieb am 25.11.2009 um 16:21:20
"Tolle Story, super Fotos, klasse Truppe..."
DER ONKEL VON DEM MEISTER schrieb am 08.02.2010 um 00:45:54
"YOU AR THE BOSS. VIEL LICHT MACHS DU MAHL EINE TOUR UM UNSERN UND DAN KAN ICH SAGEN DAS HAUS IST DAS ZUNDSTOFF HAUS ''2'' "
(Lesermeinungen sind keine redaktionellen Meinungsäußerungen)


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