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Der Meister

Plakat von Fred Kodlin.       Foto: Brede

Borken. Eine lange Gabel, fetter Tank, breiter Hinterreifen – das sind wohl die ersten Merkmale die einem durch den Kopf gehen, wenn man an Chopper denkt. Was Fred Kodlin und sein Team zusammenschrauben geht jedoch weit darüber hinaus....

Der Name Kodlin steht in  der ganzen Welt für qualitativ hochwertige Custom-Bikes. Egal um welches Motorrad der Schmiede es sich handelt, jedes Bike ist absolut einzigartig. So baute er beispielsweise ein Motorrad mit Zwillingsbereifung an der  hinteren Aufhängung. Ein weiteres Beispiel für seine Kreativität ist die sogenannte „Shine“. Eine Chopper komplett ohne Radnaben mit dem Fred Kodlin schon etliche Preise in der Szene absahnen konnte.

In Amerika gehört er längst zu den Top-Customizern. Dennoch fühlt sich der in Borken ansässige immer noch in Hessen zu Hause. Er sieht keinen Grund dafür Deutschland zu verlassen, um in die Metropole der Custom-Bikes, die USA auszuwandern.

Im zarten Alter von 15 Jahren kauft sich Kodlin sein erstes Moped. Bereits damals baut er das Teil nach Vorbildern aus amerikanischen Zeitschriften um. Damit beginnt seine Faszination für Veredelungen  an Motorrädern, die noch bis heute anhält. Das erste Mal wird der Chopperbauer 1997 in Amerika mit einem seiner Bikes ernstgenommen. Seitdem zählt er  auch dort zur Elite. In seiner Werkstatt in Borken werden bis auf Motor und Bereifung beinahe alle Teile selber angefertigt. Auch Lackarbeiten werden hier durchgeführt. Und wenn der Chef nicht gerade auf irgendeiner Messe oder einem Custom-Treffen unterwegs ist packt er selbstverständlich auch persönlich mit an.

„Oft bin ich abends der Letzte der die Firma verlässt,“erklärt der Custom-Guru. Fred Kodlin kann eben immer noch alles selbst, sei es das Fräsen von Kleinteilen, Spachteln, Montieren oder Lackieren. Im Moment beschäftigt  er acht Angestellte. „Damit bin ich auch absolut zufrieden. Es war Mal angedacht auch in den USA eine Filiale zu eröffnen. Das verhinderte aber schließlich die momentan schlechte, wirtschaftliche Situation in Amerika. Es könnte allerdings sein, dass wir dieses Vorhaben wieder aufnehmen, wenn sich die Situation bessern sollte,“ erklärt Kodlin.

Zu seinem Markenzeichen sind „cleane“ Bikes geworden. „Cleanen“ heißt technische Teile wie z.B. Kupplungszüge, Blinker oder Rücklichter so am Motorrad zu verstecken, dass sie kaum noch oder gar nicht  mehr zu sehen sind. Wer jetzt der Meinung ist, dass ein Bike  des Meisters ein Vermögen kostet und damit nahezu unerschwinglich ist liegt falsch. Ein Bike aus dem Hause Fred Kodlin beginnt preislich bei etwa 30.000 Euro und liegt damit kaum über so manch einer Harley Davidson von der Stange.


Mehr Infos zu Fred Kodlin gibt es unter:
www.kodlin.com

 

 

20.05.2009: Fred Kodlin

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